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Feier zum 40jährigen Bestehen der Stiftung Stahlanwendungsforschung

Anlässlich des 40. Jubiläums der Stiftung Stahlanwendungsforschung nahmen am 11. Mai 2026 zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik an einer Festveranstaltung in der Philharmonie Essen teil.

Anlässlich des 40. Jubiläums der Stiftung Stahlanwendungsforschung nahmen am 11. Mai 2026 zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik an einer Festveranstaltung in der Philharmonie Essen teil. Die Stiftung wurde 1986 durch einen Erlass des Bundeswirtschaftsministeriums gegründet. Das Gründungsvermögen betrug ca. 59 Millionen Euro. Die jährlichen Stiftungserträge gehen je zur Hälfte an Forschungsprojekte der Stahlverarbeitung und der Stahlherstellung. Die betreuenden Forschungsorganisationen sind neben der AVIF die FOSTA – Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V. Seit Errichtung der Stiftung wurden unter der Verwaltung des Deutsches Stiftungszentrums 512 Forschungsprojekte mit einem Gesamtfördervolumen von rund 130 Millionen Euro abgewickelt – ein starkes Zeichen für nachhaltige Forschungsförderung.

Im Fokus der Veranstaltung standen ausgewählte Forschungsergebnisse zu zentralen Zukunftsthemen der Stahlindustrie: CO₂-neutraler Stahl, industrielle Gemeinschaftsforschung und der optimierte Einsatz von Stahl im Kraftwerksbau.

Zur Eröffnung der Veranstaltung betonte Michael Vitz, Vorsitzender der Stiftung Stahlanwendungsforschung, dass die Stiftung ein starkes Beispiel dafür sei, wie Forschung direkt in die Praxis wirke. Stahl bleibe Zukunftswerkstoff und Innovationstreiber.

Der Geschäftsführer des Deutschen Stiftungszentrums (DSZ), Matthias Schmolz, nannte die Stiftung Stahlanwendungsforschung, die seit Beginn an vom DSZ verwaltet wird und vor allem in Fragen der Vermögensanlage berät, ein wunderbares Beispiel für eine langjährige und besonders vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem DSZ und einer Stiftung.

Als erster Gastredner sprach AIF-Geschäftsführer Dr. Matthias Heider zum Thema „Industrielle Gemeinschaftsforschung: Wie vorwettbewerbliche Zusammenarbeit Innovation beschleunigt“. Er betonte den maßgebenden Beitrag der Stahlanwendungsforschung zur Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes Deutschland. Innovationen entstünden selten isoliert – sie entstehen vor allem dort, wo Wirtschaft und Wissenschaft langfristig kooperieren.

Schwerpunkt der Veranstaltung war die Vorstellung von geförderten Projekten und Forschungsthemen und der damit generierte Nutzen für die herstellende und anwendende Industrie. Als Vertreter der AVIF beschrieb Dr. Torsten-Ulf Kern, Siemens Energy Global GmbH & Co. KG, anschaulich den wesentlichen Beitrag der Stiftungsförderung für den optimierten Einsatz von Stahl im Kraftwerksbau. Eine Vielzahl von untersuchten Detailfragen führt zu einem Wissensvorsprung für die deutsche Industrie und zu wesentlichen Beiträgen zum Kraftwerksbau und-betrieb gerade vor dem Hintergrund der durch die Energiewende geforderten neuen Beanspruchungsprofile.

Nicht minder aktuell und innovativ waren die von Prof. Dr.-Ing. Ulrich Prahl, TU Bergakademie Freiberg / Institut für Metallformung, vorgestellten Untersuchungen zur Eignung CO2-neutralen Stahls mit hohem Anteil an Begleitelementen zur Herstellung von hochwertigen Federn. Das von der AVIF begleitete Projekt verspricht interessante Ergebnisse mit Blick auf die anstehende Transformation in der Stahlindustrie und die damit einhergehenden Herausforderungen aus Sicht der deutschen Federnindustrie.

Mit einem gemeinsamen Abendessen und vielen Gesprächen klang die Veranstaltung aus.

18.06.2026